Eine ISO 27001-Zertifizierung ist keine einmalige Angelegenheit. Ein Zertifikat ist drei Jahre gültig, bleibt aber nur dann gültig, wenn die Organisation ihr Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) wirksam betreibt und die geplanten Audits über den gesamten Zyklus hinweg besteht. Aufrechterhaltung und Erneuerung folgen einem festen Drei-Jahres-Rhythmus.
Der Drei-Jahres-Zertifizierungszyklus
| Phase |
Zeitpunkt |
Was passiert |
| Erstzertifizierung |
Jahr 0 |
Stufe 1 (Prüfung der Dokumentationsreife) und Stufe 2 (Implementierungsaudit) führen zur Ausstellung des Zertifikats. |
| 1. Überwachungsaudit |
ca. 12 Monate nach der Zertifizierung |
Die Zertifizierungsstelle prüft, ob das ISMS weiterhin betrieben wird, bewertet Änderungen und kontrolliert Korrekturmaßnahmen. Der Umfang ist geringer als bei einem vollständigen Audit. |
| 2. Überwachungsaudit |
ca. 24 Monate nach der Zertifizierung |
Eine zweite jährliche Prüfung, die die fortlaufende Konformität und Verbesserung bestätigt. |
| Rezertifizierungsaudit |
vor Ablauf der drei Jahre |
Eine vollständige Neubewertung des gesamten ISMS, vergleichbar in der Tiefe mit dem ursprünglichen Stufe-2-Audit, die das Zertifikat um weitere drei Jahre erneuert. |
Laufende Aufrechterhaltungsmaßnahmen (kontinuierlich, nicht nur zum Audit-Zeitpunkt)
Um zwischen den Audits zertifiziert zu bleiben, muss eine Organisation nachweisen, dass das ISMS im Tagesgeschäft gelebt wird. Zu den zentralen wiederkehrenden Aktivitäten gehören:
- Interne Audits, mindestens jährlich, die über den Zyklus hinweg das gesamte ISMS abdecken.
- Managementbewertungen, bei denen die Leitung Leistung, Ziele und Ressourcen des ISMS formell überprüft.
- Risikobewertung und Risikobehandlung, wobei Risiken bei Änderungen von Werten, Bedrohungen oder dem Geschäft neu bewertet werden. Die Erklärung zur Anwendbarkeit (Statement of Applicability, SoA) wird aktuell gehalten.
- Kontinuierliche Verbesserung, bei der Abweichungen dokumentiert, Korrekturmaßnahmen bis zum Abschluss verfolgt und Erkenntnisse zurückgeführt werden.
- Überwachung und Messung, bei der Maßnahmen (z. B. Zugriffsüberprüfungen, Vorfallbehandlung, Security-Awareness-Schulungen) fortlaufend nachgewiesen werden.
- Pflege der Dokumentation, sodass Richtlinien, Aufzeichnungen und Nachweise versioniert und audit-bereit bleiben.
Hinweis zur aktuellen Norm: Die gültige Version ist ISO/IEC 27001:2022. Organisationen, die nach der älteren Version von 2013 zertifiziert waren, mussten den Übergang bis zum 31. Oktober 2025 abschließen. Neue und zu erneuernde Zertifizierungen folgen daher nun dem Kontrollkatalog von 2022 (93 Anhang-A-Maßnahmen).
Wie Kertos bei Aufrechterhaltung und Rezertifizierung unterstützt
Kertos versteht Compliance als kontinuierliches Ergebnis und nicht als einmaliges Projekt, was genau dem Aufrechterhaltungszyklus der ISO 27001 entspricht. Kertos verbindet eine agentische Compliance-Plattform (KAIA) mit akkreditierten internen Expertinnen und Experten, die Seite an Seite mit Ihrem Team arbeiten:
- Stets audit-bereite Nachweise: Die Plattform sammelt und verknüpft Kontrollnachweise kontinuierlich, sodass Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits keinen Last-Minute-Aufwand auslösen.
- Automatisiertes Risiko- und SoA-Management: Risikobewertungen, Behandlungspläne und die Erklärung zur Anwendbarkeit bleiben live und aktuell, wenn sich Ihre Umgebung ändert.
- Geplante interne Audits und Managementbewertungen: Kertos strukturiert und verfolgt die wiederkehrenden Aufgaben, die die Norm verlangt, inklusive Erinnerungen und klarer Verantwortlichkeiten.
- Expertengeführte Audit-Unterstützung: Die Expertinnen und Experten von Kertos (einschließlich externer CISO-Mandate) bereiten Sie auf Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits vor und begleiten Sie währenddessen.
Dieses Modell spiegelt die Bilanz von Kertos wider: eine 100%ige Audit-Erfolgsquote, rund 80% weniger manueller Compliance-Aufwand und Kunden wie AskUI, die die ISO 27001-Zertifizierung in 2,5 Monaten erreicht haben, und danach über den gesamten Aufrechterhaltungszyklus zertifiziert bleiben, ohne ihre Nachweisbasis jedes Jahr neu aufbauen zu müssen.